Vorstellung – Teil Zwei

Ein bisl Italien und Strand darf natürlich auch nicht fehlen …

Da saß ich nun, erste Reihe Fuß frei, im Seminar von Franz. Titel des Seminars? Ich hatte keine Ahnung.
Nach meinem ersten Seminar bei ihm, buchte ich alle folgenden Seminare einfach blind. Mittlerweile gehörte ich ja auch zu denjenigen Teilnehmern, die Franz voller Freude und Herz begrüßten und umarmten. Ich gehörte sozusagen nun auch „officially“ zu all denen, die es genossen hier zu sitzen und sich mit sich zu beschäftigen, sich neues Wissen vermitteln zu lassen.
Als sich das große Begrüßungs-Gewusel nun endlich beruhigt hatte, begann das Seminar und ich war voller Spannung, was mich wohl dieses Mal erwarten würde. Nach ein paar einleitenden Worten, kamen wir zum „Titel des Wochenendseminars“: Astrologie.
Astrologie??
Ich klappte meinen Block zu, legte ihn auf den Boden und war – wieder mal – drauf und dran das Seminar zu verlassen. Astrologie?? Wirklich? Diesen Blödsinn machte Franz allen ernstes jetzt? Ich war so wütend und enttäuscht, ich wusste einfach nicht wohin mit meiner ganzen Energie. Für mich einfach eine totale Zeitverschwendung, weiterhin hier zu sitzen.
Doch wieder einmal traute ich mich nicht unter all den Argusaugen aller Teilnehmerinnen aufzustehen und zu gehen (in diesem Fall ist das kein Gendern, sondern schlicht und einfach die Realität – ich war der einzige männliche Teilnehmer). 😂
Und so blieb ich voller Groll mit verschränkten Armen und Beinen sitzen und versuchte das Thema irgendwie über mich ergehen zu lassen, in dem Glauben und mit der Idee in der Pause zu Franz zu gehen und ihm ordentlich die Meinung zu sagen – ihm zu sagen, dass ich mir so einen Schwachsinn nicht länger anhören werde und verschwinden werde.
Doch Franz wäre nicht Franz und ich wäre nicht ich, wenn es nicht dazu gekommen wäre, dass mir schon nach ein paar Minuten des Zuhörens ein paar Dinge ins Auge gefallen sind, die ich über alle Maße interessant fand und die mir Lust auf mehr machten.
Noch vor der Pause war es soweit – ich war voller Euphorie, voll „gefangen“ und in die Materie „Astrologie“ eingetaucht.
Das war der Beginn einer großen Liebe, einer Liebe zu all den Zeichen, Formen und Farben, diesem Kreis voller Mystik und ja für mich fast wie Zauberei.
Und so war ich völlig elektrisiert, als ich das erste mal mein eigenes Horskop präsentiert bekam und keine Ahnung hat, was all diese Symbole und Striche zu bedeuten hatten, ich es aber wie einen heiligen Schatz hütete, denn die Auflösung und die vielen Interpretationsmöglichkeiten, kamen auf diesem und an vielen der folgenden Seminare, Stück für Stück zu mir – ich lernte nicht nur ein Stück das Handwerk Astrologie, sondern auch mich besser kennen.
Ich versuchte natürlich auch immer wieder Bücher darüber zu lesen, doch es war mir um einiges lieber und vor allem lebendiger, wenn ich mit Franz innerhalb oder auch ausserhalb eines Seminars darüber diskutieren konnte, ihn Fragen konnte, was es denn nun mit diesem oder jenen Aspekt auf sich hatte, oder wofür denn dieses Zeichen stand.
Und so kam es, dass ich im Laufe der Jahre auf Grund meiner Unzufriedenheit in meinem Grafikjob eines Tages bei Franz vor der Tür stand und ihn um Hilfe bat. Wir machten eine Astro-Session und versuchten herauszufinden, wo es denn beruflich für mich hingehen sollte, wo und wie sich mein Weg weiter entfalten dürfte.
Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt: Ich begann eine Astrologie Ausbildung bei Hermann Meyer in Wien.
Nach diesen 3 Jahren intensivsten Astro-Trainings, bekam ich zum Abschluss ein Zeugnis in die Hand gedrückt – ich war voller Stolz, voller Freude, nun endlich, endlich auch ganz offiziell meiner Leidenschaft nachgehen zu können und auch mit fremden Menschen astrologisch zu arbeiten. Während meiner Ausbildung hatte ich immer wieder mit Freunden „geübt“ und nun war ich nicht nur offiziell, sondern auch mental, emotional und energetisch bereit mein Wissen in die Welt zu tragen.
Zu meinem Eröffnungsfest an einem warmen Herbstabend 2008 kamen über 60 Menschen und wir feierten bis spät in die Nacht den Beginn meiner Astro-Praxis.
Langsam kamen immer mehr und mehr Klienten in meinem Praxis. Es machte riesen Spass. Leider erkannte ich aber auch relativ schnell, dass mir etwas „fehlte“, dass ich nicht alles Geben konnte mit der Astrologie, dass ich manchmal an Grenzen stieß und ich den Menschen nicht immer so gut helfen konnte oder sie nicht immer erreichte.

Eigentlich wusste ich gar nicht, dass ich „auf der Suche“ nach einer neuen Ausbildung war, bis zu diesem Zeitpunkt, als ich – wieder mal – bei Franz zu Besuch war, über ein Wochenende und am zweiten Tag morgens mich meine damalige Freundin anrief und mich bat nachhause zu kommen – sie hatte schon länger Panikattacken und Ängste.
Natürlich machte ich das, trank noch meinen Kaffee aus, schilderte Franz, was passiert war, verabschiedete mich und fuhr nach Hause.
Franz schickte mir per mail noch eine Telefonnummer mit dazugehörigem Namen nach, wo er meinte, dass diese Frau Mareike helfen könne – Sie arbeite schamanisch.
Und wie das nun mal so ist, war ich „schneller“ und vielleicht etwas furchtloser oder hatte einfach mehr Drang dieses sagenumwobenen „schamanische“ auszuprobieren und so landete ich nach einem kurzen Telefonat und einer Terminvereinbarung eine Woche später auf der Liege von Ursula.
Es war eine Offenbarung – Ursula verstand mich in allen Facetten meines so seins. Nach der Sitzung, fühlte Ich mich unendlich frei und wie befreit von all meinen Sorgen.
Ich war glückselig – ich sollte schauen, was sich alles in meinem Leben verändere und wie es mir in den nächsten Tagen und Wochen so erginge und gern auch ihr berichten.
Ich war die nächsten Wochen wie unter Strom – Alles (er)schien in einem gleißenden Licht. Alles war so einfach, leicht, ich liebte das Leben und auch die Menschen. Alle, denen ich begegnete, wollte ich umarmen, ihnen sagen, wie gerne ich das Leben und auch sie hätte.
Ich war wie verwandelt.
Nach ein paar Wochen, meldete ich mich wieder bei ihr – es war etwas neues aufgeploppt.
Nach dieser zweiten Sitzung war es für mich klar: ich möchte diese Ausbildung unbedingt machen. Ich möchte das auch lernen, auch lernen mit Menschen so tief einzutauchen und mit ihnen auf diese Art und Weise zu arbeiten.
Nach einem Buch, welches Ursula mir mit gab und ein bischen Internet-Recherche fand ich mich mit ca 40 anderen Menschen aus Deutschland, Schweiz und Österreich und einem Belgier in Holland in einem alten Kasteel auf der Ausbildung zum Schamanen wieder.
Diese Ausbildung veränderte Alles – vor allem aber zu allererst mal … mich.
Nach vielen gegenseitigen Sitzungen mit meinen KollegInnen über mehrere Wochen und Monaten hinweg, begann sich mein Leben schön langsam immer mehr einzukriegen, zu regeln. Das Leben begann schön, spannend, aufregend und vor allem sehr lebenswert zu werden. Ich war (wieder) lebendig – konnte voller Freude im Regen gehen oder einfach die ganze Nacht barfuß durchtanzen …
Fast hätte ich bei diesen so wundervollen Veränderungen glatt vergessen, dass ich diese Ausbildung ja eigentlich als Ergänzung zur Astrologie machen wollte.
Der nette Nebeneffekt für meine Arbeit? Ich bot von diesem Zeitpunkt, sowohl die Astrologie und als auch die Schamanische Arbeit in meiner Praxis an. Wie wunderbar und schön das nun war mit diesen zwei so verschiedenen Tools meine Klienten nun zu begleiten.

Und so wurde mir über die Zeit schön langsam immer klarer, dass es nicht bei diesen beiden Ausbildungen bleiben würde, ich nicht „fertig bin“ , sondern, dass es mich immer wieder zu neuen oder anderen Ansätzen ziehen würde. Ich bin ein Suchender – unaspektierte Jupiter in 4 🙂
Und so kamen noch einige andere Ausbildungen in mein Leben – Mediale Arbeit, Vergebungsarbeit, Human Design, Buddhistische Techniken, The Work, Meditation …
Auch nach all den Jahren vieler Ausbildungen und Erfahrungen glaube ich, dass kein „Ende“ in Sicht ist. Ich bin selbst sehr gespannt, wann mich wieder etwas findet und es wieder etwas zu lernen gibt, ich wieder zu neuen Informationsufern aufbrechen werde.

Bis es allerdings soweit ist, werde ich mich mit all meinem Wissen und Erfahrung in die Arbeit mit Menschen stürzen und auch hier im Wurzelwerk tatkräftig, sowohl physisch als auch digital zur Verfügung stehen.
Ich freu mich so wahnsinnig drauf all die Menschen hier kennenzulernen und bin so dankbar liebe Karina, dass du mich gefunden hast …

Danke, danke, danke
In Liebe
Euer Christoph
Stay tuned – to be continued

PS: Die Grafik kam wieder zurück in mein Leben und „schummelte“ sich einfach so zwischen zwei Astros und einer schamanischen Sitzungen wieder in mein Leben. Ich dachte mir zwischenzeitlich, dass ich sie jetzt endlich überwunden und erfolgreich aussortiert hätte … (denn über die Jahre in der Grafik war ich der Meinung, dass ich jetzt mit ihr abgeschlossen hätte und meine Astro-Schamanen-Praxis das neue „non-plus-ultra“ wäre).
Und Peng – da war sie wieder … in voller Breite und Größe.
Und auch hier war es so, dass eine alte Liebe wieder zurück zu mir kam und es dürfen nun alle meine Talente nebeneinander existieren und sich gegenseitig ergänzen und befruchten – wie schön!! Ich liebe es mittlerweile so vielschichtig zu sein und jeden Tag, jede Minute viele verschiedene Dinge zu tun, die letztlich alle dasselbe verfolgen – mich in meiner Ganzheit zu zeigen und meine Fähigkeiten zu leben und so Menschen in den unterscheidlichensten Phasen ihres Lebens zu helfen und zu unterstützen.

PPS: Für alle, die sich darüber wundern oder auch freuen, dass all diese wilden Dinge ein Mann macht – seine Gefühle zeigt, sein innerstes nach aussen kehrt, die Astrologie liebt, schamanisch arbeitet, ja, einen spirituellen Weg eingeschlagen hat, sei gesagt, dass es meiner Meinung nach völlig egal ist, ob du dich als Frau, Mann, oder keinem der beiden Geschlechter zugehörig fühlst. Wenn dich etwas packt, dann nimm all deinen Mut zusammen und folge deinem Herzen. Es wird sich in jeglicher Hinsicht lohnen und das Leben wird dir den Teppich der Freude und Lust direkt vor die ausbreiten …
Ich hatte mein erstes Armageddon schon mit 18 Jahren und konnte so schon relativ früh mich gezwungener Maßen mit mir auseinandersetzen und mich (immer wieder) finden. Aber es ist letztlich egal, ob du jung oder alt, alleine oder in Beziehung, Frau, Mann oder Queer bist – Was wolltest du schon immer mal machen oder erleben?? So Go for it! it‘s up to you!

PPPS: unaspektierter Jupiter in 4?? WTF …
Kurzer astrologischer Exkurs: unaspektierte Planeten haben keine Verbindungen zu anderen Planeten im Horoskop und sind sozusagen völlig frei – können tun und lassen was sie wollen.
Menschen mit unaspektierten Planeten sind – Ewig-Suchende …
Jupiter im 4. Haus heisst unter anderem: ich fühle mich in fremden Kulturen (im Ausland) zuhause – oder „Home is where my bulli Parks“ – trifft es wohl am besten 🙂
Es brauchte allerdings ein bisl bis ich diesen Jupiter verstehen konnte und so jetzt immer mehr und mehr in mein Leben integrieren kann.

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